Mit Roger Benoit

Shownotes

In diesem Talk nehmen wir euch mit auf eine Reise durch die faszinierende und oftmals riskante Welt der Formel 1. Zwischen Zigarren mit Jochen Rindt, Backgammon mit Weltmeistern und Begegnungen mit Legenden wie Michael Schumacher und Niki Lauda erzählt Reporter-Legende Roger Benoit Moderatorin Claudia Lässer von den Höhepunkten und Abgründen seiner jahrzehntelangen Reporterkarriere. Der 77-Jährige spricht offen über bewegende Momente, gefährliche Begegnungen und die Freundschaften, die ihn geprägt haben. Ihr erfahrt, wie er den Wahnsinn des Rennsports hautnah erlebt hat – und warum das Überleben manchmal wichtiger war als der Sieg. Lasst euch von Geschichten überraschen, die nie zuvor erzählt wurden, und taucht ein in das echte Leben abseits der Boxengasse.

Roger Benoit

https://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Benoit

Formel 1

https://de.wikipedia.org/wiki/Formel_1

Jochen Rindt

https://de.wikipedia.org/wiki/Jochen_Rindt

Niki Lauda

https://de.wikipedia.org/wiki/Niki_Lauda

Michael Schumacher

https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Schumacher

Emerson Fittipaldi

https://de.wikipedia.org/wiki/Emerson_Fittipaldi

Buch: "Vollgas – Mein Leben für die Formel 1"

https://www.orellfuessli.ch/shop/home/artikeldetails/A1062928082

FC Nordstern Basel

https://de.wikipedia.org/wiki/FCNordsternBasel

Volksstimme (Zeitung)

https://de.wikipedia.org/wiki/Volksstimme_(DDR)

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00:00:08: Er...

00:00:08: Es war auch mehr grandprixie, als jeder Fahrer, der noch selber interviert hat.

00:00:13: Man spricht von den grossen Formel-Eis und einer Botterligende vom Roger Pignot.

00:00:18: Unter anderem mit Michael Schumacher, die Zigarren geraucht.

00:00:21: Er spielte auch mit dem Weltmeister Backgammon.

00:00:24: Ich glaube meistens besser für sie, weil wir natürlich auch reden müssen.

00:00:28: Und er hat jetzt vor allem die wunderbaren Geschichten der Formel Eise zusammengefasst in einem wunderbaren Wucht.

00:00:34: Darum bist du heute nämlich auch hier.

00:00:36: Herzlich willkommen.

00:00:37: zuerst mal ... Roshi?

00:00:39: Danke für die Einladung.

00:00:40: Du hast das wunderbare Buch vor, mal Wahnsinn mit Dani-Loi zusammengeschrieben.

00:00:46: Das hat mir sehr viel über dein Leben erzählt und angefangen hat es ja eigentlich mal ganz unspektakulär.

00:00:54: Ich weiss nicht, ob du spektakuläre Kindheit gefunden hattest, aber du warst im Basel aufgewachsen.

00:00:59: Mit Mama und Papa warst du ein Einzelkind.

00:01:02: Hast du aber schon früher, glaube ich, Zugang zum Sport gehabt?

00:01:07: Ja ... Mein Vater war Spielkommissionspräsident vom FC Nordstein.

00:01:14: Er brachte mich dort eigentlich in den Fussball rein und nahm zur Auswärtsspiel mit, dann schrieb ich mit zwölf meinen ersten Fussballsbrich alle gegen Nordstein, das ist jemand rundhinter.

00:01:30: Er machte nachher drei Kopier und hatte ihn mit dem Velo.

00:01:35: Verteilt?

00:01:36: Am Sonntag zuhause noch bei den Erzeitungen.

00:01:38: Da war der Anset, die Nationalzeitung und passende Nachrichten in den Nachbriefkasten.

00:01:44: Dann war das am nächsten Tag in der Zeitung.

00:01:49: Und dann habe ich jedes Mal selbst angefangen oder so.

00:01:53: So hat es eigentlich

00:01:54: angefangen.

00:01:55: Du hast dich selber anerboten.

00:01:56: Das ist cool!

00:01:57: Also du hast selbst das Blatt in die Hand genommen.

00:02:00: Du hattest abgedruckt.

00:02:02: Ja, sie wussten auch.

00:02:04: In Nordstein war es einfach verpflichtend, einen Bericht vom Auswärtsspiel zu bringen.

00:02:09: Und weil mein Vater für das verantwortlich war, habe ich ihn dann geschrieben und so hat er es angefangen.

00:02:16: Dann sind eigentlich immer mehr Zeitungen dazukommen.

00:02:20: Ich hatte, glaube ich, mit fünf oder sechs, sieben Schweizerzeitungen, die ich schrieb.

00:02:26: Fussball, Handball, ist dann in den Sechten-Sächsen der Kollegen von mir.

00:02:32: Ich sagte, ich habe da eine Einladung in die DDR.

00:02:36: Um mir so ein Arbeiten zu lassen oder was?

00:02:39: Da war es politisch sehr interessiert.

00:02:41: Ich bin gar nicht interessiert, obwohl ich eigentlich jede Talkshow im Deutschland v.a.

00:02:48: genieße, damit ich auf dem Laufende bin, aber politisch selber keine Partei und so.

00:02:53: Und ich bin dort mit, dann waren wir ein paar Wochen dort in der DDR Aufbaut der deutschen demokratischen Republik mitholfen.

00:03:04: Dann habe ich für die Volksstimme auch geschrieben, Volkstein-Maktenburg.

00:03:11: Und jetzt habe ich aber gelesen, du hast dir fast ein Leben genommen, weil du so viel Wotka drucken kannst mit einer Ausfotzabzeichung gutgefunden hast?

00:03:19: Ja, das war schon wieder eine andere Geschichte.

00:03:23: Ich war ja dort bei achtzehn und ... Eigentlich keine Alkoholdrunker.

00:03:30: Zu oben hat man dann vielleicht eine Molybier gehabt oder so, aber dann kam es zu einer Situation in einer solchen Kneipe, das war in Zappenitz, ein kreishaltendes Leben beziehungsweise Magdeburg.

00:03:44: Das ist ganz wichtig, weil man nicht aus der Region rauskommt, in der DDR.

00:03:51: Und dann bin ich dort zu oben.

00:03:54: normalerweise ... Ja, eine Beine kann man sagen.

00:03:58: Da waren vielleicht zwei Leute drin und ein paar andere war irgendein russischer General.

00:04:05: Mit einem schönen

00:04:07: Abzeichen?

00:04:07: Mit

00:04:08: einem Schöner Abzeichern.

00:04:10: Und dann habe ich im Besitz ... Ich hatte alle Russen, da waren auch etwa siebzig, achtzigtausend Russen dort drin.

00:04:18: Dann habe ich dem Besitzer gesagt, dass es jemandem das Abzeiche gibt.

00:04:25: Ich wusste nicht, was es für eine Scherke war.

00:04:28: Aber das hat mir irgendwie gepasst.

00:04:30: Dann hat er mich gefragt und gesagt, wenn ich mit ihm Wodka trinke ... Nicht zu trinken?

00:04:38: ... aber noch nie Alkohol hatte oder praktisch nie.

00:04:43: Dann habe ich gesagt, dass ich kein Problem habe.

00:04:46: Und dann hat er eingeschränkt, ein Glas voll Wodka, beide.

00:04:52: Er sagte, man müsse X haben.

00:04:55: Also, das erste Mal in meinem Leben so ein Glas

00:04:59: X-Lot kann.

00:05:00: Und hat

00:05:01: gemeint, jetzt bist du dort.

00:05:03: Der Magen

00:05:03: hat so gebrannt und er hat sofort gemerkt ... ... der Beiz.

00:05:09: Er sagte hier, Brot und Bockwurst essen sofort.

00:05:14: Dann habe ich Brot oder Bockwurste auf ein paar Bezüfte geschwemmt.

00:05:18: Aber dann hatte er schon das zweite Glas eingefüllt, was auch immer.

00:05:24: Es waren dann etwa vier Gläsermote in zehn Minuten.

00:05:27: Und so eine rechte Gläserfall.

00:05:29: Dann ist der Ander schon irgendwie umgekippt und ich auch nicht mehr wusste, wann ich bin ... Aber man hat mir gesagt, ich habe einen Päschen genommen.

00:05:38: Ich seh zum Restaurant raus und auf der Hauptstrasse verblicken.

00:05:42: Auf den Päschern?

00:05:43: Wieder mit dem Päsche.

00:05:44: Und die Vierundzwanzigstunden später bin ich irgendwo im Wald auf einer Toilette.

00:05:51: Irgendwie verwachen.

00:05:53: Und dann hat man einen pulgarischen Arzt, der gesagt hat.

00:05:57: Noch ein Tropfen.

00:05:58: Dann wären sie aufgewacht.

00:06:00: Wie du mal Haarscharf

00:06:02: hast ... Haarschaarf würde ich sagen aus meiner kindlichen Dummheit hausen.

00:06:09: Ist dort relativ knapp zugegangen?

00:06:12: Reden wir einmal über deinen Einstieg bei den Vormeisen.

00:06:14: Seit etwa neunzehntelsebendsten warst du im Blick tätig als Formeleis.

00:06:20: Nein, neunundsechzig!

00:06:22: Angefangen hat es bei einem Engel am Taufentfalt.

00:06:26: Mit Michael?

00:06:26: Ja, mit Michael Ringeau.

00:06:28: Wo wir gesagt haben, jetzt gehen wir hier ... Das Kennen mal anschauen.

00:06:37: Ich war nicht interessiert, dass ich da eigentlich renne.

00:06:40: Und wenn man hier ... Brennens Hetsch ist nur etwa ... ... ca.

00:06:44: von rundem Wett.

00:06:46: Es wurde noch ein bekämpftes Deti-Dempfit, aber das müssen wir schauen.

00:06:52: Nach Hause sagte er, da gehe ich nicht mehr um.

00:06:54: Da ist mir das laut.

00:06:55: Heute wären die Leute froh, wenn es noch so leute Rennen gibt.

00:06:59: und ich habe gesagt, gut ... Und jetzt sind wir weiter in den Schulen in England.

00:07:05: Also

00:07:05: du am Morgen und am Nachmittag?

00:07:08: Am Nachmittags bin ich auch noch in der Schule.

00:07:11: Ich habe ja immer die Väterrennen

00:07:13: gebeten.

00:07:14: Du hast etwas

00:07:15: gut gewartet!

00:07:17: Er ist Verlegerin und ich bin Journalist.

00:07:21: Was auch immer ... Wir hatten es lustig.

00:07:24: Das war der Rettakt.

00:07:25: Und nach den Sechzen bin ich dann ... Ich habe schon zwei Jahre von der Blicke geschrieben, als ich auf die Redaktion kam zum ersten Mal.

00:07:34: Dann tauchte ich gleich mal die Prog auf.

00:07:41: Herr Luxinger war noch Sportchef.

00:07:45: Die Formel I wird langsam populär.

00:07:49: In Formel II gab es eine Renne in Senna auf Zizilien.

00:07:52: Dort gab es einen Schweizer Doppeltier mit der Regalzone und Siffert.

00:08:01: Das wird langsam populär, da müssen wir eine schicken, glaub ich mal.

00:08:06: Dann standen zwei zur Auswahl, einen M-Vertriss gegeben, Mann und dort hat er den zwanzigjährigen...

00:08:13: Ich bin über.

00:08:14: ...und dann sagte er, ja, schicken wir den Jünger!

00:08:17: Wer kostet noch

00:08:18: nicht viel?

00:08:19: Ich weiß nicht.

00:08:21: Mein erster Lohn war übrigens elfhundert, neunsechzehn Franken.

00:08:26: Wenn man das will ...

00:08:28: Dann

00:08:29: bin ich dort noch getrunken und gingen.

00:08:32: Und dann muss ich sagen, die Begegnung mit den ORF-Legenden.

00:08:40: Heinz Brüller war eigentlich das Wichtigste in der Wormleinsfummi.

00:08:46: Ich habe mich vorgestellt, wie ihr das kennt habt, fünf bis sechs Jahre.

00:08:50: die Fernsehe und Zittungen gemacht.

00:08:54: Irgendwie hat er mich nicht so unsympathisch gefunden, und hat mir allen Fahrern mich vorgestellt.

00:09:03: Aber auch?

00:09:03: Er ist

00:09:03: wie in einem Mentor übernommen worden.

00:09:06: Dort gab es vielleicht noch zehn Journalisten, weil ja heute gar nicht möglich war.

00:09:10: Ja ... Jack Esur, du bist einer von eurem Land, den habe ich meist in der Schweiz gewohnt.

00:09:15: Jochen Rindt auch.

00:09:17: Am nächsten Tag kamen sie und sagten, das sei alles nicht mehr.

00:09:22: Es ist nicht mehr möglich.

00:09:23: Da verlaufen sich die fünf Hundert Journalisten, und die meisten Fahrer kennen sie ja nicht einmal und so.

00:09:30: Das kann man gar nicht verbrechen.

00:09:31: Aber ich hatte dort das Glück, dass ich gerade schnell in ... Ich wurde geführt.

00:09:37: Und mich diese Leute interessiert haben?

00:09:40: Wieso haben Sie dich eigentlich

00:09:42: interessiert?

00:09:44: Ja, weil ich auch verdankt habe, dass es wahnsinnig

00:09:48: war.

00:09:48: So irre mutige!

00:09:50: Ich bin auch Auto gefahren oder so, eher langweilig.

00:09:55: Mir hat das nichts gesagt, aber ich habe es als Vorbewegungsmittel gebraucht und hab gedacht ... Und?

00:10:02: Die sind erst mal wahnsinnig!

00:10:04: Und zweitens haben sie im Jahr zwei Drehungen gestorben.

00:10:08: Genau.

00:10:08: Das ist, glaube ich, in den Neunzehnten-Siebzigen.

00:10:11: Ich glaube, das war wie Karic unter Rind.

00:10:19: Wegen noch einem, und alleine ist schon das Iffaco Giunti.

00:10:23: Man muss wirklich sagen ... Als du angefangen hast in den siebenzeigten Jahren, war es ein Todesgefährlicher Sport.

00:10:29: Du sagst jetzt, dass er in eines zweitens pro Jahr gestorben ist?

00:10:32: Du warst bei vielen dabei.

00:10:33: Mit dem Rind hattest du vorher eine Zigarre.

00:10:35: Ja, aber ich

00:10:36: stammte drei Stunden vor dem Tod.

00:10:38: Ich habe ihn auch über ein Auto geredet.

00:10:39: War das ein Lotus?

00:10:41: Ja,

00:10:41: ja!

00:10:42: Er wollte nicht die einzige sein, damit das Auto als ...

00:10:46: Gefährlich beurteilt hat.

00:10:48: Die Viti Baldi sagte, es steige wieder in schwarzen Sagen.

00:10:56: Das ist dort schon ...

00:10:59: Aber du hattest das ja gesehen?

00:11:00: Hätte ich das nicht fertiggemacht?

00:11:02: Du hast ein paar Helm gesehen, blutverschmierte Helme.

00:11:06: Damals war man haute dabei.

00:11:08: Wenn die Menschen, die dich an Spannen gefunden haben ...

00:11:12: Das hat mich spannend gefunden, wie sie reagieren wird und so.

00:11:17: Ich fahre dort eigentlich gar nicht um ein Sieg, sondern ums Überleben.

00:11:22: Und das hat mich irgendwie etwas faszinierter bei dem Rindtauern an die Beerdigung nach Grat.

00:11:32: und dann habe ich aber gesagt, Freunde, Beerdigungen ... Das ist nichts von

00:11:36: mir!

00:11:37: Nein, das hast du schon bei deinem Mami.

00:11:38: Dein Mami nahm sich selbst aus dem Leben, wo er ins Kopf ging?

00:11:41: Da warst du nicht.

00:11:42: Ich

00:11:43: war in England mit einem Dings-Match.

00:11:46: Irgendwann hatte ich einen Autorenner und habe diese Mitteilung bekommen.

00:11:53: Sie hatte jahrelang Migräne, ich hatte noch nie in meinem Leben Kopf.

00:11:58: Aber sie wurde das nicht los.

00:11:59: Es war überall, auch in Amerika.

00:12:03: Niemand konnte sie helfen.

00:12:05: Das wurde ein bisschen trauriger als Kapitel.

00:12:09: Und dann sagte ich, nein.

00:12:16: Das würde mir, weil ich relativ sensibler bin ... Was man eigentlich nicht so merkt.

00:12:22: Du bist sehr entschuldigt für sie, glaube ich?

00:12:26: Nein, das würde ich nicht vertragen.

00:12:28: Wenn ich an das Grabahnen hier wäre, schrieb er auch ein Gedicht darüber.

00:12:33: Aber beim

00:12:37: Rind bist du dann aufs Grab gegangen?

00:12:40: Ja,

00:12:40: der Rinde war schon der Erste.

00:12:43: Mein Mutter ist erst nachher

00:12:46: gestorben.

00:12:48: Mein Vater ist in den Neunzehnten.

00:12:50: Dort neben dem Stuhl.

00:12:52: Eigentlich ein Tod, das ... Echt?

00:12:54: Das wirst du

00:12:56: schon wünschen

00:12:57: oder?

00:12:58: So etwas müsste man sich wünscht.

00:12:59: Auch so wie

00:13:00: du gerne

00:13:02: gehen würdest.

00:13:03: Genau!

00:13:04: Aber bei der Mutter habe ich geschrieben, dass am Muttersgraben gewinnt ist die Tränenflossen auf Verwelterosen.

00:13:15: Doch das ist alles nur gemeint und stand nie dort ... Sani verwelte Rosen.

00:13:25: Ich sage jetzt mal, ich bin noch ein Mutter.

00:13:28: Gewebt?

00:13:29: Ja.

00:13:30: Aber es gab nie gesehen ... Darüber schämt mich nicht mehr so.

00:13:36: Und bitte aber nochmal an eine Beerdigung gehen vom kleinen Rekazone.

00:13:43: Weil

00:13:43: das ist ein guter Fall.

00:13:45: Der hatte einen Umfall in Long Beach.

00:13:48: und dann blieb ich drei Wochen mit ihm in Long beach.

00:13:52: Im Spital?

00:13:52: Ja, in Long Beach.

00:13:53: Ich habe Bilder gemacht und dann haben wir Backgammern gespielt ...

00:13:56: Du lagst unter dem Bett, oder

00:13:58: was?

00:13:58: Sie hatten immer drei Stunden wegen der Rückenverletzungen.

00:14:03: Und wenn er nach unten geschaut hat, hatte man so ein Papierkorb.

00:14:06: Da standen die Backgämmen auf und ich bin am Boden geguckt.

00:14:11: Dann konnte er mit den Händen ... Nach drei Stunden kamen sie wieder um.

00:14:17: Aber es hat ja nichts genutzt.

00:14:19: Sie kamen in Basel nach Hause und waren auf die Basel.

00:14:21: Ist das eigentlich dein bester Freund?

00:14:22: Wie soll ich sagen,

00:14:24: aus der Formelei?

00:14:30: Nein, mein bester Freund war sicher der Lauda.

00:14:33: Der Lauda?

00:14:36: Ja.

00:14:37: Ich hatte sehr gutes Verhältnis zur Regation, weil es oft in der Schweiz ... Er wurde unterschätzt und so.

00:14:45: Das war ein super Job.

00:14:47: Er hat in der Weltmeistertitel im Ottagins Glemm verloren gegen Fiti Baldi, weil eine Ferrari verseite hat nach einem Unfall.

00:14:57: Haben sie das Auto nicht mehr anbekommen?

00:14:59: Im Moosboot.

00:15:00: Eine Woche vor hatte er einen kleinen Unfall gehabt.

00:15:04: Dann haben sie das auto nicht mehr richtig anbekommen.

00:15:07: Es waren dort schon Panik-Käste.

00:15:11: Und dann hat er den WM-Titel am Fitibaldi verloren.

00:15:15: Aber dort habe ich schon über den Fitibaldi, weil das der zweite Titel war ... ... zwei auf die Seventies gestresst.

00:15:21: Ich schrieb mein erstes und einziges Buch über den Fittipaldi.

00:15:29: So sind wir eigentlich auch gute Freunde geworden.

00:15:33: Dann habe ich gesagt, nie mehr ein Buch.

00:15:37: Man konnte vieles machen, auch noch Rennstelle.

00:15:40: Lass uns das nicht kühlen.

00:15:41: Das war eine spezielle Beziehung.

00:15:43: Du warst mit ihm in einem Spital der einzigen Journalistin und du warst da mal in den Sechsen-Siebten.

00:15:50: Sechse-Septe?

00:15:52: Genau, direkt nachdem er einen Job salmte oder ...

00:15:57: Nein, das ist die Woche.

00:15:59: Sie haben dort nach Mannheim Ludwigshaar verbracht und ich durfte diese Woche ... Ich war dort in diesem Spital und habe jeden Tag darüber ganz normal geschrieben, wie Gott es hat usw.

00:16:15: Und dann am Freitag, also am Sonntag, ist ich ja verunglückt ... Hast du

00:16:20: den Umfall eigentlich von ihm erlebt?

00:16:23: Ja, im Press ist das alles.

00:16:24: Aber es hat bei dir auch viel gemacht, nehme

00:16:27: ich mal an, oder?

00:16:28: Ja aber wenn ich sehe, dass sie ihn rausnehmen oder dass er noch lebt und so ist natürlich ... Es waren andere Emotionen, als wenn jemand gestorben ist.

00:16:40: Wir sind beim Sifferteilen in den Seventgen.

00:16:43: Aber lautem bin ich dann dort.

00:16:47: Ich hatte das Privileg dort, im Krankenhaus zu sein und zu schreiben.

00:16:51: Und am Freitag war ich vor dem Zimmer von ihm.

00:16:55: Malene war im Zimmering.

00:16:57: Ich habe gedacht, was schreibe man?

00:17:01: Und dann gehen die Türen auf.

00:17:03: Dann kommt der Pfarrer oder der Priester, was auch immer, stolpern raus und wir direkt vom Gefühl haben ... Was geht es jetzt da?

00:17:14: Zum guten Glück hatten sie noch keine sozialen

00:17:16: Mediatheber

00:17:17: und keine Hände.

00:17:19: Nix gab es noch nicht.

00:17:21: Ich sah aus, ich sagte mir, es ist los.

00:17:23: Da stand die Luft und die Türe raus.

00:17:26: Ich dachte, was ist mit dem Priester am Boden?

00:17:29: Er sagte, er habe mir einen Dritt in den Hintern gegeben.

00:17:33: Er hat Nikky die letzten Ölungen gegeben.

00:17:37: Ja, ich bin das

00:17:38: wohl nicht mehr die Liste.

00:17:39: Dann habe ich gesagt ... Wir hatten natürlich am Samstag los.

00:17:43: Letzte Ölung von Nikky Lauda seit der Neunz und so weiter.

00:17:48: Und dass sie ja keine Online-Internet oder was haben.

00:17:53: Wir mussten alle mit dem Sonntag am Montag warten, bis sie etwas schrieben konnten.

00:18:00: Oder wenn er Sonnenlangen gesehen hat und nach fünf Minuten in Südafrika war ... Natürlich muss niemand

00:18:07: es abseiben!

00:18:07: ...

00:18:07: nicht mehr wusste, wer es eigentlich für ihn brachte.

00:18:11: So sah das relativ stundenlang eine exklusive News aus.

00:18:16: Er hat dann später gesagt, dass man das Leben gerettet hätte.

00:18:20: Dass er mir am Gesicht um einen anderen gefuchtete.

00:18:23: Wirklich?

00:18:25: Ja!

00:18:25: So kann ich nicht abtreten.

00:18:27: oder wenn wir daheim schon ...

00:18:29: Schon totweiten.

00:18:30: Du sagst mal die in Beziehung zum Schuhmacher.

00:18:33: Das Schuhmachen war durchgeknallt.

00:18:35: Er hatte oft sein Team mit dem Privatoren und Ben hat auch beschissen.

00:18:42: Er wurde disqualifiziert.

00:18:45: Und wenn es wieder mal ein Fall war, habe ich den Ausdruck Schummelschumi.

00:18:50: Der ist

00:18:50: durchfohrennend.

00:18:51: Den hat man eigentlich nie von ... Das sieht ja aus wie das Wohnsitz.

00:18:58: Ja!

00:18:59: Es war am Schluss eine Hassliebe.

00:19:01: Dann ist er zurückgetreten, zwei sechs.

00:19:04: Und dann haben wir ... Zwei acht kamen nach Monsacher und im Fahrerlager, auch vom Gast.

00:19:10: Ein nöschlicher Kollege und ich waren in dem Fahrerlagen.

00:19:15: Und dann kommt er uns entgegen.

00:19:20: Wir sagen, hallo Michael?

00:19:23: Wie geht's und so ... Er sagt auch für ihn, es gibt keine Interviews.

00:19:29: Dann war Helmut Zwickl in Österreicher, leider gestorben jetzt.

00:19:37: Dann ging das aus, weil man zu recht hat, wir wollten gar nichts mehr haben.

00:19:42: Es ist einfach der Urlauber, die sagt Hallo Michael!

00:19:45: Nicht irgendjemand, der umbandet oder so.

00:19:49: Und dann hat er im Kurier am nächsten Tag als Arschloch bezeichnet und hat die Formel eins aufgegeben.

00:19:57: Das ist einem von den ... Er machte auch schon zehn, zwanzig Jahre fast diese Formel Eins.

00:20:03: Er sagte

00:20:05: immer mit

00:20:06: dem Kurier, dass er dieses deutsche arrogante Arschlach wirklich gesagt hätte.

00:20:14: So habe ich das geschrieben.

00:20:16: Ich hätte es jetzt nie geschrieben ...

00:20:18: Aber hast du das auch gedacht?

00:20:19: Nein, ich dachte, was soll das sein?

00:20:22: Wir

00:20:23: wollten

00:20:24: gar nichts von dem.

00:20:25: Auf alle Fälle ist es schon zu wenig.

00:20:29: Aber war es so?

00:20:30: Das kann man ja nicht sagen.

00:20:31: Er hat einfach vor den Fahrern mit nicht so vielen Talenten am meisten gemacht.

00:20:40: Weil er ist der Grösste.

00:20:41: Wir waren Arbeiter in der Form Lines, wo ich je kennengelernt habe.

00:20:46: Also Tag und Nacht ... Hat er gekampft?

00:20:48: Man sagte ja, sein Bruder Ralf hätte einen Metalenken, aber hat nichts draus gemacht.

00:20:54: Aber wie gesagt, kann man ihn nicht nehmen.

00:20:57: Er schaffte noch Tage und Nacht von Verrahrung.

00:21:00: Und ist nachher zwei, zehn ... Vielleicht musste das nicht machen, gab er ein Kompakt.

00:21:09: Mhm.

00:21:09: Mir sieht es.

00:21:10: Man sieht, es ist nach vier zu fünf Jahren wieder im Formel-Eins-Zucker.

00:21:14: Die habe ich mal aufgehört bei einem Löhmann-Kalb.

00:21:17: Das war eine schöne Geschichte hier mit dem Mikronen.

00:21:19: Der ist dann zurückgekommen.

00:21:22: Mit dem Roseberg ist noch gefahren mit ihm.

00:21:25: Aber drei Jahre lang ist das Auto nie richtig gelaufen.

00:21:29: Im dritten Jahr hat er in Valencia ... Er wurde dritter.

00:21:34: Ich glaube, das war sein einziger Podestplatz.

00:21:36: In diesen drei ... Nachfolgejahr, oder?

00:21:43: Und nachher hat es geheißen ... Nein.

00:21:48: Der Vertrag wird nicht mehr verlängert und dann haben sie den Hemmelturm geholt.

00:21:53: Aber unser Verhältnis ist ... In diesen drei Jahren hatten wir auch keinen Verhältnissen, bin ich einmal in Japan, hinten auf einem kleinen Gehweg, wo die Fahrer sich nicht zeigen wollten im Fahrlager.

00:22:06: Wir haben uns ein wenig weggenommen und dort war ich.

00:22:09: Dann gab es eine Zigarre.

00:22:10: Und dann kommt Michael ... Er hat natürlich gewusst ... Hallo, hallo!

00:22:19: Mir vorbei und bleibt nach zwei Metern stehen und kommt zurück und klopft mir so aufs Knie und sagt, vergessen wir doch, was bis jetzt war, fangen wir nochmals von vorne an.

00:22:34: Einmal

00:22:36: hattest du schon Liebe im Leben?

00:22:38: Das ist ein

00:22:39: ... Das

00:22:40: war ein Versuch.

00:22:43: Aber er hat auch wieder mit den Formeläen zu tun.

00:22:45: Das

00:22:47: war eine Hochstablerung?

00:22:49: Das ist richtig, aber ich habe die gar nicht kennengelernt.

00:22:53: Einfach der Schicksal hat offenbar anders entschieden für mich.

00:22:57: Aber wie gesagt, mein Leben hatte schon so viel Wahnsinn.

00:23:02: Das passt gut

00:23:04: dazu.

00:23:05: Aber Liebe gefällt mir nie im Leben.

00:23:08: Nein, man muss sich entscheiden.

00:23:10: Ich hatte Spaß.

00:23:12: Das

00:23:12: habe ich mitgekommen.

00:23:16: Du hattest ja kein ... Wir waren einfach kostenverrechtert

00:23:18: oder?

00:23:18: Ja!

00:23:20: Man muss sich auch vertägen und nicht mehr entscheiden.

00:23:25: Man sagt ja, private Leben sind ein Prüf.

00:23:30: Es geht als Journalist.

00:23:32: Wenn man es richtig macht, geht das nie auf.

00:23:35: Da sind sie immer etwa in der Seventie zu Drei-Siege.

00:23:38: Und die heutige Generation ist natürlich anders.

00:23:42: Die nimmt sich Zeit und so, sie sind nicht fünft, sondern sie sind sogar sechzig privat um vierzig.

00:23:51: Was man auch nicht verurteilen kann.

00:23:55: Aber früher, wenn man den Beruf wirklich liebt, war das einfach anders gewesen.

00:24:00: Man wollte weiterkommen!

00:24:01: Das führte mitunter zu dem wunderbaren Buch und den ganzen vielen Geschichten, weil du nur so erlebst.

00:24:08: Du hast dich einfach mit Haut und Haare und hundert Prozent des Formel-Einslebens in BG.

00:24:15: Darum gibt es das Buch.

00:24:16: Hier dürfen wir ihn lassen.

00:24:18: Wenn es wahrscheinlich noch Hunderte von Geschichten gibt, die du gar nicht erzählt hast, nehme ich mal an!

00:24:24: Oh, schön, oder?

00:24:25: Ja, weil ... Eben wie gesagt ...

00:24:26: Hätte ich ... hätte

00:24:28: ich neunzehntesiebzig hier ein bisschen gesammelt

00:24:31: Dann

00:24:32: wäre das doppelt so.

00:24:33: Eine

00:24:34: Panzeriege von zehn Folgen oder so vor.

00:24:37: Danke vielmals für deine Offenheit und den einblickenden, spannenden Formuliers.

00:24:40: Wie gesagt, nachlesen kann man das Buch in die Stuße und umbringt den Blick wert.

00:24:47: Und ich sage Ihnen, danke vielmals bis bald wieder!

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