Mit Yannik Zamboni
Shownotes
Yannik Zamboni: Zwischen Heidi Klum, High Fashion und grossen Träumen
Vom kleinen Dorf im Baselbiet auf die internationale Fashion-Bühne: Modedesigner Yannik Zamboni hat mit seinem Sieg bei «Making the Cut» und einer Million Dollar Preisgeld den grossen Durchbruch geschafft. Doch hinter dem Glamour steckt eine Welt voller Herausforderungen.
Im Gespräch mit Claudia Lässer erzählt Yannik, weshalb die Million schneller weg war als gedacht, wie aus der Zusammenarbeit mit Heidi Klum eine echte Freundschaft wurde und warum er die Modebranche mit seinem eigenen Label verändern will. Dabei spricht er offen über Ausbeutung, unbezahlte Praktika und seinen ungewöhnlichen Weg vom KV-Absolventen zum gefeierten Designer.
Auch privat gibt Yannik spannende Einblicke: Er erzählt von seinem Coming-out mit 17, dem starken Rückhalt seiner Familie, seinem neuen Liebesglück und seinen Zukunftsplänen. Und er verrät, was Donald Trump mit seinem provokanten Parfum zu tun hat.
Ein persönliches Gespräch über Mut, Selbstverwirklichung, Liebe und den Willen, seinen eigenen Weg zu gehen – auch gegen alle Widerstände.
Transkript anzeigen
00:00:09: Mein heutiger Gast ist dank einer ganz grossen Design-Reality-Show, Making the Cut über Nacht zum Superstar geworden.
00:00:15: Dann hat er das Preissgeld von einer Million genommen und gerade in sein Label investiert, weil die Modemachen richtig viel Geld kosten, vor allem wenn er Modemacher tut.
00:00:24: Ich freue mich sehr, dass ich heute hier bin.
00:00:32: Ich sehe auch nichts am Bohne.
00:00:33: Und ich nehme mir natürlich wundern, wer hinter dieser Person steht wie das, was wir noch vor der Kamera sehen.
00:00:40: Zuerst mal schön bist du da!
00:00:41: Hallo Claudia.
00:00:42: Schön, dass du da
00:00:44: bist!
00:00:44: Für alle die, die das nicht kennen, gibt es einen Making-the-Cut schon länger nicht mehr.
00:00:49: Es gab drei oder vier Staffeln.
00:00:51: Du warst den grossen Shooting-Stag im Jahr in den Klippern von hierher produziert und moderiert wurde.
00:00:59: Wieso hast du dort mitgemacht?
00:01:00: Und wieso haben Sie keine?
00:01:02: Das wäre eine Frage, die ich separat müsste beantworten.
00:01:07: Also mitgemacht, ich muss ganz ehrlich sagen.
00:01:09: Wenn man nicht im Corona gesehen hat, hätte man wahrscheinlich nicht mitgemachten.
00:01:15: Aber es war die Corona und
00:01:17: ... Und du hast Zeit gehabt?
00:01:18: Ich hatte Zeit.
00:01:19: Ich konnte keine Angestellte haben.
00:01:21: Ich wusste nicht, wie ich Geld verdienen soll, weil niemand mir das Geld für Mode ausgegeben hat, vor allem nicht für Einzelanfertigungen, die zu Türen Geld in der Schweiz gemacht werden.
00:01:32: Ich wusste, ich muss überleben.
00:01:34: Spätestens als ich im Trailer gesehen habe, wollte Heidi sagen ... Wenn ich es nicht einmal versuche, dann wäre ich blöd und habe mich dort angemeldet.
00:01:48: Es hat geklappt?
00:01:49: Wieso wurde es so geworden?
00:01:51: Hey, ich glaube und das merke ich heute noch mehr als vorher.
00:01:57: Die Beste, sie lenkt nicht!
00:01:59: Ich glaube es gehört auch noch ganz viel menschliche Wert dazu.
00:02:03: Wie?
00:02:05: Dass man mit einem arbeiten kann und dass Leute mit einem umgehen können.
00:02:09: Ich glaube wenn man so ein Ekel ist, der niemanden zu will arbeiten in einer Show, die relativ lang geht spürt man solche Sachen raus.
00:02:17: Ich glaub so kleine Sachen sind auch noch wichtig.
00:02:21: zum Einschätzen wäre ich jetzt der Gewinner.
00:02:23: Ich bin mittlerweile auch in einer Situation, wo ich sehr oft in einer Schüre sitzen darf für verschiedene Awards oder für Studenten, die am Abschliessen sind und da merkt man, dass es einfach zur Thematik darum geht, auch noch ganz viele andere Sachen gibt, die mit das Ganze bewerten.
00:02:42: Und ich glaube, das Ganze hat anscheinend gestürmen
00:02:45: kann.
00:02:46: Das ganze Paket, was du mitbringst?
00:02:48: Es wurde über Nachts-Saison bekannt, vor allem Emilion klingt nach wahnsinnig viel.
00:02:54: Aber es ist eigentlich nichts in der festen Welt.
00:02:56: Es ist eigentlich nirgends nicht in der festschen Welt.
00:02:59: Ich hatte auch keine halben Jahre, bis das ausgeht und reinvestiert war.
00:03:05: Es geht schnell.
00:03:06: Wir produzieren grundsätzlich alles vor.
00:03:10: Wir müssen sehr viel Geld in die Hand nehmen, um eine Kollektion zu haben und ein Lager zu füllen, um Leute zu zahlen.
00:03:17: Es sind so viele Kosten, die auf einem zukommen.
00:03:20: Eine Million ist schnell verpufft in der Motorbranche.
00:03:23: Aber es hat er vieles gebracht unter anderem ganz tolle Freundschaft mit Heide Klum.
00:03:27: Sie sind wirklich privat befreundet.
00:03:29: Das darf man so sagen, das ist nicht ein Businessbeziehung, das an vorn einfach gut aussieht, aber was sonst privat nichts zu tun hat?
00:03:36: Wie viel bringt dir das für deine eigentliche Karriere?
00:03:39: Ich glaube, dass mich Heidi Maag nach wie vor sehr viel bringt.
00:03:45: Die Connections, die hier kommen ... Genau da bin ich.
00:03:49: sie besuchen bei America's Got Talent, wo sie in der Jury sitzt.
00:03:54: Da bin ich als Gast sie besucht und dann nimmt sie mir auch ein Set mit.
00:03:58: Also es ist dann wirklich so, ich bin alleine.
00:04:01: Ich habe keine Zeit bei einem Filme um einen Set zu kommen und dann sehen wir uns dann halt so oder eben wir gehen zusammen ans Coachella oder jetzt gehe ich Ende Oktober ans Heidi Halloween auf New York.
00:04:14: also wir sehen uns drei-vier Mal im Jahr, sind wir uns sicher
00:04:18: Sie sieht noch etwas von dir an.
00:04:21: Das hilft wahrscheinlich auch, oder?
00:04:23: Besseres Branding gibt es ja dann fast nicht.
00:04:26: Genau richtig!
00:04:27: Was ich beginnte in der Probe, was mir ankam und das Posted hat, funktioniert unheimlich gut auf Social Media, dass andere Leute finden, ah, ich möchte das Gleiche anziehen ... Oder sie hat jetzt auch auf das Barfilm rausgekommen.
00:04:44: Er machte hier eine sehr lange Story, auch auf Instagram.
00:04:48: Das führte dann auch dazu, dass ganz viele den gefunden haben, ah!
00:04:51: Das Barfilm muss ich jetzt auch testen.
00:04:54: Also bin ich wirklich sehr dankbar zu sein nicht nur als Freundin sondern auch sehr oft als Testimonial dürfen zu haben.
00:05:02: Aber das ist wirklich, weil es eine Freundschaft ist.
00:05:04: Es muss von ihr auskommen und ich tu da nicht zu sagen, dass du bitte für mich ein Gefallen hast.
00:05:10: Das hat die Sache, dass ich einfach weglohne.
00:05:12: Und wenn's dann kommt ... Von ihr aus umso besser, umso schöner.
00:05:16: und entschätzt sie das auch
00:05:18: so?
00:05:18: Darum macht sich das wahrscheinlich auch, oder?
00:05:20: Ich nehme an, dass es so ist, denn ich würde genau gleich funktionieren, wenn ich etwas für jemand anderes mache, weil ich es will aus Herzblut raus und nicht, weil jetzt zudrängt wird!
00:05:31: Du hast gerade ein paar Fragen angesprochen, das sieht sehr speziell aus.
00:05:35: Die Jump hat dich anscheinend inspiriert.
00:05:36: Das sind zwei Hodesacken, oder?
00:05:38: Man darf das wirklich so sagen... Wie kommt man dazu?
00:05:42: Mal abgesehen davon, dass die Drüfte sehr spezielle sind von deinen Jugend- und Kindheiten im Fluss.
00:05:50: Aber jetzt so ein Flagge ist doch etwas, was man aufstellen
00:05:53: kann.
00:05:54: Es war wirklich so in den vergangenen Jahren.
00:05:56: Der dumme Spruch grabbed dann bei der Pussy, wo man so auf eine Sack ging.
00:06:01: Seitdem ich im Kopf kam, musste ich irgendetwas machen zu grab them by the balls.
00:06:07: Und das blieb einfach im Hinterkopf hängen.
00:06:10: und dann, was zum Barf hingekommen ist, fand ich, dass es eine gute Gelegenheit war, to grab then by the Balls.
00:06:17: Ich habe mich für diesen Flack entschieden und habe ihn gefunden.
00:06:23: etwas schönes, ästhetisch zu bringen.
00:06:25: Wenn man es nicht weiss, muss er zweimal schauen, was es ist?
00:06:27: Ich weiss jetzt auch nicht.
00:06:28: so ein Pinball-Ball.
00:06:32: Genau!
00:06:32: Sie haben auch viel gesagt.
00:06:34: oder auch so eine...
00:06:35: Fetterball, das weiss ich ja
00:06:37: genau.
00:06:39: Aber genau, aber die Tüft sind doch sehr frisch, sauber und kommerziell ... Ich bin dafür, dass man gut schmeckt und
00:06:50: nicht
00:06:51: einfach speziell kommt.
00:06:53: Genau!
00:06:54: Das beruhigt mich sehr.
00:06:56: Gibt es bei dir außen auf dem Job?
00:06:59: Und was soll das unter anderem helfen?
00:07:00: oder mit den festen Themen in die grossen Häuser zu kommen?
00:07:05: Genau weil wir haben auch relativ hohes Preissegment.
00:07:09: Das Barf ist auch immer noch hoch ein Preissegument bei uns in der Produkte Palette eher unten.
00:07:16: Und dann ist es auch ein Einsteigerprodukt, man kann auch nur die Samples bestellen, die im zwei Milliliter Flacco kommen.
00:07:24: Das kann sich in den Schweiz jeder leisten und dann darf er auch gut schmögen oder sein.
00:07:29: Für den Priester darf man gut sprechen werden.
00:07:32: Lass uns ein bisschen die Modebranche eintauchen, wovon wir in deinem Leben eintauchen.
00:07:37: Die Modebrange ist eine spezielle Branche.
00:07:40: Du hast auch als Praktikant nicht nur gute Erlebnisse gehabt.
00:07:45: Aber per se ist das ja nicht eine Branche, bei der du schnell viel Geld verdienst, obwohl alles Gefühl hat.
00:07:51: Sie ist meistens weniger glamourös, wenn man das Gefühl hat und der Weg ist oft sehr steinig, oder?
00:07:59: Das ist so.
00:07:59: Es ist ein langen, steiniger, harziger Weg.
00:08:03: Was man sehr oft von der Modebranche sieht sind die Sparkly Moments.
00:08:08: Das ist mit Paris?
00:08:09: Genau, fast nur mit Paris und Carpe zum Einkleiden.
00:08:14: Die schönen Momente in diesem Business sehen wir so öffentlich praktisch nur, was alles dahinter ist.
00:08:23: Der ganze Stress.
00:08:24: Die Arbeit, das Herzblut ... Intensiv zusammenarbeiten, mit ganz vielen Partnern.
00:08:31: Das sieht man so wie nicht und es ist einfach schon ein praktisch hartes Business.
00:08:41: Was macht es für dich so hart?
00:08:43: Für mich macht's hart, dass es einmal gründet worden ist und aufgebaut worden ist.
00:08:49: Und das sage ich immer wieder auf Ausbeutung.
00:08:52: Dass von der A-Behr die Baumwolle entstanden ist.
00:08:55: dass Praktikanten keine finanziellen Werte haben.
00:09:01: Noch immer?
00:09:02: – Noch immer!
00:09:03: Es gibt praktisch keine Labels, für die Praktikanter bezahlen.
00:09:07: Mittlerweile sagen zwar alle, sie zu zahlen sein.
00:09:10: Aber wenn die Praxikantern dann frössten, haben alle keinen Ohr.
00:09:13: Es wurde einfach so auf Ausbüting ausgebaut und normalisiert worden.
00:09:19: Wenn man aus diesem System etwas anderes macht, fragen sich die anderen ... Why should I?
00:09:26: Das ist auch mit der Grund, warum ich nicht in Paris, London und Berlin, Mailand oder New York aussitze.
00:09:32: Sondern in Zürich.
00:09:33: Bis sehr nahe an dieser Bubble kann man genau herauspicken, was ich gleich will machen, aber was ich ganz bestimmt anders machen möchte.
00:09:42: Wäre es für dich ein psychisch-sicheres Mal anstrengender in Paris oder London?
00:09:47: Da musst du auch etwas verkaufen, oder?
00:09:50: Ich glaube, dort meine grösste Angst ist, in einer Bubble zu sitzen, wo ich das Gefühl habe, okay, der und er macht das auch.
00:09:58: Es ist nicht so tragisch, wie ich es auch mache.
00:09:59: So ... Ich zahle in die Praktikante nicht.
00:10:02: Da kann ich mir recht viel Ausgaben sparen.
00:10:06: Das mache ich auch nicht.
00:10:07: Und diese Sachen möchte man einfach nicht abkoppieren.
00:10:10: Diese Sachen möchte ich nicht, dass sie normalisiert werden.
00:10:13: Ich möchte so meine Values behalten und zu denen stehe.
00:10:18: Wie oft bist du ausgebütet worden, wenn du auf deine Karriere zugeschaut
00:10:22: hast?
00:10:23: Ich glaube immer wieder hat auch ein bisschen mit mir selber zu tun.
00:10:26: Ich sage ungern nein.
00:10:29: Das muss man sehr schnell in dieser Branche lernen und wenn man halt schnell zu viel anseht, dann wird man auch wie ausbütet.
00:10:41: Und jetzt auch ich im Praktikum.
00:10:43: Ich war auch in London.
00:10:45: Hätte es sechs Monate Praktikum machen sollen, unbezahlt?
00:10:49: Das heisst ich habe meine Wohnung in Zürich weiterzahlen müssen.
00:10:52: Meine Wohnung in London müssen zahlen.
00:10:54: Lebenskosten, die man in London hat und das ohne Lohn.
00:10:59: Wie soll das funktionieren?
00:11:00: Entweder musst du aus reichem Haushalt kommen, riche Eltern haben
00:11:05: ...
00:11:06: Oder ein Schuggedähti oder eine gute Beziehung, die galtumme ist.
00:11:09: Ich finde, es war nicht das Privileg von gut betruchten Leuten in diesem Business zu arbeiten, sondern diese Möglichkeit soll allen offen stehen.
00:11:20: Das sehe ich absolut aus!
00:11:21: Lass uns mal eindeuchen in deinem Leben, der dann über Idioten geführt hat.
00:11:27: Du bist im Geld des Kinder aufgewachsen?
00:11:31: Bei Sonnendorf?
00:11:33: Nein, als Gelderkind ist es etwas grösser.
00:11:35: Aber ich bin in Lirsten geboren und wohne an Frankendorf.
00:11:40: Dann gelten die Kinder dann den Pöck der Ormelingentiebfliegen immer wie weiter ins Baselland raus.
00:11:45: Wie
00:11:45: viel haben Sie nie gezögelt?
00:11:47: Wir sind ein paar Mal zugegeben.
00:11:48: Ich hatte mir das Gefühl, dass wir neue Wohnungen brauchen.
00:11:53: Darum sind wir ein paar Mal gezögelt.
00:11:55: Ja, aber es ging immer weiter ins Kaffe raus und ja, gewisse von diesen Orten haben nur siebenhundert Einwohnerkader korrekt.
00:12:03: Also wirklich sehr klein und sehr ländlich?
00:12:06: War Janik als Bub?
00:12:09: Ich glaube, er war eine freulich aufgestellte Mensch, die gerne draussen gespielt hat und noch mit Natur ... dass der Spielplatz aufgewachsen ist.
00:12:20: Ich kann mich heute weniger gut vorstellen
00:12:22: ... Nein?
00:12:23: Ich sehe auch schon meine Neffen so den ganzen Tag von diesem Herr.
00:12:27: Ja, ich war noch eine Generation und das klingt so als wäre ich hundert.
00:12:32: Noch eine Generation, die ohne ein Screen aufgewachsene ist.
00:12:37: Mooden hat ja schon eine Rolle gespielt?
00:12:39: Moodet hat immer schon eine Runde gespielt.
00:12:41: Mein Grossmutter war die Schneiderin und die Strickerin.
00:12:44: Sie hat immer zu Hause geschniedert und gestrickt.
00:12:48: Sie kann dort immer zuschauen dürfen, wie sie umgelaufen ist, was sie für Sachen gemacht hat – meine Mutter oder meine Schwester und mich auch.
00:12:57: Und das hatte mich immer fasziniert.
00:13:00: Mir wurde hier zumal ein kleiner Bub als Frauenshop verkauft.
00:13:08: So ist es gesehen, vor allem in der italienischen Familie nicht wahr.
00:13:12: Ja und dann habe ich trotzdem irgendwann den Weg gefunden.
00:13:17: Bist du auch schon als Puff sehr exotisch?
00:13:19: Gehst du in die Schule gegangen?
00:13:22: Also wäre es so der, der halt wirklich ein Fan war, dass er sich ausprobiert hat ...
00:13:26: Ich würde jetzt nicht Fans sagen, aber ich bin sicher da gewesen, wo die Hose abgeschnitten hat und das T-Shirt verschnitten.
00:13:34: Irgendwelche Pinnernodeln reingesteckt hat und irgendwie versucht, irgendetwas anderes daraus zu machen.
00:13:40: Das bin ich auch schon sehr experimentiert für Freudig mit meinen Haaren.
00:13:45: Ich habe praktisch gefühlt jeden Monat eine neue Haarfarbe und eine neue Frisur gehabt.
00:13:50: Ist es
00:13:51: gut?
00:13:52: Ja, kommst du auf dem Landebasen?
00:13:54: Nein, ich war schon immer so der Ausserseite an den Vogel.
00:13:58: Aber ich fand mich damit zurecht.
00:14:01: Das
00:14:02: ist schon ein paar Mal betont, dass sie eine tolle Familie haben.
00:14:05: Anhand ich gelernt, weil du Freizeit bist, dass du in dieser Familie machen darfst und nicht so viele Familien machen möchtest.
00:14:11: Gemeinsam im Bodenzimmer ist völlig nackt und das völlig normal ist.
00:14:14: Aber es scheint auch gute Riedekultur zu sein, die mich zunächst überall reden können.
00:14:21: Ja also wir haben daheim ... Das ist ein offenes Buch, wir reden über alles.
00:14:26: Ich hatte erst gerade meinen vierzigsten Geburtstag und führte auch meine ganze Familie in Costa Rica mit und kamen auch meine ganzen Familie mit, inklusive meinen zwei Neffen.
00:14:38: Und ja, wir haben wirklich sehr eine starke Familie zusammenhalten.
00:14:42: Auch wenn wir jetzt mittlerweile Patchwork-Familien sind, funktioniert es trotzdem.
00:14:46: Wie wichtig ist das?
00:14:48: Wenn man einen Job macht wie du und so crazy unterwegs warst und selbstständig ... Ich
00:14:53: glaube, mir persönlich ist es sehr wichtig.
00:14:56: Auch wenn es sicher viele Leute gibt, die die Familie öfters sehen als ich.
00:15:01: Aber so nur zu wissen, sie sind jemand hier und zu wissen man hat einen Stahei auch wenn man zum Beispiel ... Auch wenn ihr ein Stahai immer noch was landet, aber das ist auch mein Stahein.
00:15:13: Ich weiss, es gibt eine Zuflucht zu Ortegal, was passiert?
00:15:17: Darum war es wahrscheinlich überhaupt kein Problem, dass du das Outing hatte.
00:15:22: Obwohl deine Schwester schon recht in Bombenplätzen lag, als ich das erzählte ... Sie waren schwanger mit den Sechzähnen?
00:15:28: Genau.
00:15:29: Und du hast dann ...
00:15:29: Wir haben das Gefühl, wir können uns das gleichzeitig der Eltern erzählen.
00:15:34: Ja, sie waren recht in Bomben, weil wir auch sehr jung sind beide.
00:15:39: Aber ja, das hat sich relativ schnell ... Ist das die neue Normalität?
00:15:46: Es war
00:15:46: kein Thema in
00:15:47: diesem Fall.
00:15:48: Am Anfang schon, es war ein bisschen krisisch.
00:15:50: Meine Schwester war mit der Sechzehn-Junge sehr jung zum Schwanger sein und ich mit dem Zehnten ... Mein Vater meinte schnell, dass es so ist und es kann man nicht ändern.
00:16:02: Und irgendwie zwei bis drei Monate später sahen sie eine neue Normalkeit.
00:16:06: Es war völlig normal.
00:16:08: Ich auch als Teenager ... Ich habe meine Boyfriends oder was auch immer mit heimgenommen.
00:16:16: Genau, ich hatte sie nicht versteckt von daheim.
00:16:19: Das ist aber sehr cool!
00:16:21: Du hast ja nachher sehr ausgewöhnlich das Koffer gemacht auf Versicherung.
00:16:27: Es glaubt man fast nichts.
00:16:28: Wie du denkst, es ist ein guter Boden zu haben?
00:16:33: Nein, das habe ich gedacht.
00:16:34: Das haben meine Eltern gedacht.
00:16:35: Und
00:16:35: du weißt, was sie gesagt hat?
00:16:37: Genau!
00:16:37: Ich wollte ein Guapher werden, weil ich fand, dass ich etwas kreatives machen musste und schon immer etwas tolles gefunden hatte.
00:16:45: Sie fanden auch, als Guapfer verdient man es nicht.
00:16:48: Dann macht doch etwas als Basis.
00:16:50: Man kann immer noch weiter schauen, was man jetzt macht in der Schweiz.
00:16:54: Das KV ist eine gute Base.
00:16:56: Da muss man verstehen, dass meine grossen älteren Flüchtlinge vom zweiten Weltkrieg sind durch das in die Schweiz gekommen sind und da einfach nie wirklich ein Basis gehabt haben.
00:17:07: Damals sind auch die Italiener hier relativ ausgenutzt geworden, haben für sehr schlechte Löhne in der Schweiz geschafft dass das Gedanke gut wird, so wie mitvererbt oder ist mitgegeben worden in meinen Eltern.
00:17:23: Dass sie etwas anständig und was aus sich machen sollen.
00:17:27: Jetzt haben Sie die Möglichkeit in der Schweiz ...
00:17:30: Und bei dir hattest du es auch noch nachgehalten?
00:17:32: Es hat bei mir auch noch gehalten und ich fand, KV kann nicht schaden.
00:17:37: Dann machte
00:17:39: ich das KV.
00:17:40: Wo hast
00:17:41: du ein schnelles Model-Business reingekommen?
00:17:43: Als ich den Abschluss gemacht habe, habe ich gefunden, was passiert.
00:17:48: Ich hatte Geld gespart und wollte lehren.
00:17:52: Dann habe ich das nachgeschaut.
00:17:55: In der Zwischenzeit bin ich aber schon angesprochen worden, nicht möchtemodeln.
00:17:59: Zwei Wochen später habe ich in Mainland gesessen.
00:18:03: Du hast eine grosse Modellkarriere gemacht, weil du international arbeiten konntest.
00:18:09: Es ging auch zu dem Zeitpunkt.
00:18:11: Das war ein High-Fly-Zeit in der Modelle.
00:18:15: Wenn du im Ausland bist, hast du gut verdient.
00:18:17: Was kannst du alles
00:18:19: machen?
00:18:20: Es ist eine Industrie, die zwei bis drei Prozent sehr gut leben können davon und der Rest ist am Krampfen.
00:18:29: Ich habe zum Rest gehört, was am Krampf war.
00:18:31: Ich konnte aber die ganze Modestät durchmachen.
00:18:35: Irgendwann sah ich, dass sie sehr gut in Asien arbeiten.
00:18:39: Vor allem South-East Asia.
00:18:41: Und bei den langen über ein Jahr im Bangkok geblieben bin ich dann auf Shanghai, Hong Kong und Manila.
00:18:48: Das sind meine letzten Stationen.
00:18:50: Die letzten zwei Jahre, als ich fulltime modelt habe, war ich dort.
00:18:54: Man hat dort einen TV-Commercial gemacht, das ist eine Farbe.
00:18:58: Fernsehwerbige, klassische.
00:19:00: Dann hast du genug Geld für zwei bis drei Monate an einem Job gehabt und dort hast du immer viel Geld ausgegeben, weil das Lohnniveau sehr tieferes ist.
00:19:10: Für mich war es ein Ticket um die Welt zu sehen und dass das Modeln so als nebenbei gemacht
00:19:17: werden
00:19:17: kann.".
00:19:18: Wenn ich dann die grosse Lust in diesem Fall komme?
00:19:20: Also der Hut jetzt doch hier in den Fashion-Business-Seitsteigen!
00:19:23: Das
00:19:23: ging noch ein bisschen.
00:19:24: Ich hatte zuerst die Zukunfts-Ängste.
00:19:29: Alle in der Schweiz stressen mich wegen AHV und Pensionkassen, was auch immer ich nie einzuhalten konnte.
00:19:36: Und irgendwann ist dann halt die Angst gekommen ... Mit
00:19:40: deiner History noch klar?
00:19:42: Ja!
00:19:43: Mit dem Geld, das ich mache, lebe ich jetzt.
00:19:45: Aber ich kann nichts auf die Seite tun für Altersvorsorge oder um etwas anzusparen.
00:19:53: Auf die Ausbildung, die ich hatte, das KV.
00:19:56: Etwas aufbauen zu machen, was kreativ ist und gefunden hat, dass ich Marketing mache.
00:20:01: Das klingt sehr kreatif!
00:20:02: Ich kam in die Schweiz, studierte Marketing, habe meinen Abschluss gemacht, hatte mein erster Job im Marketing und merkte dann, es sei doch nicht so kreative, wie ich meinte.
00:20:15: Ich bin immer noch ein Bürogummi und mache meine Excel-Liste und organizee Sachen.
00:20:22: Bei der Beförterung von meinem letzten Job habe ich gemerkt, dass wenn ich diesen Job annehme, dann habe ich so einen guten Lohn für meine Freunde.
00:20:32: Dann mache ich mir ein goldiger Käfig.
00:20:34: Ich bin hier drin, weil niemand mehr anders geht und mich an den Lohn gewöhnt hat.
00:20:39: Und dann mache ich das für den Rest des Lebens.
00:20:42: Da wollte ich mir selbst einen Schnitt machen und gesagt, nein, das machst du jetzt nicht.
00:20:46: Jetzt wirst du von Null an, haben am nächsten Tag gekündet.
00:20:51: Genau, mit diesen auf die Schiene gehen.
00:20:53: Jetzt machen wir den Modell.
00:20:55: Und das geht dann eben lang?
00:20:57: Das ging über viele verschiedene Stationen.
00:21:00: Ich glaube, im Jahr ist es in den Jahr- und Jahrzehnten ein eigenes Leben gekommen
00:21:03: ... Genau, ich hatte einen Vorkurs im Jahr- und vierjährigen Studium.
00:21:09: Und dann vier Jahre später bin ich endlich mein Bachelor und ein Tag vor Corona-Lockdown.
00:21:16: Ich fand es super, das ganze Geld investierte in eine neue Ausbildung.
00:21:21: Aber nicht nach Paris oder New York, sondern muss in der Schweiz bleiben.
00:21:25: Dann habe ich mich ins Modellabel gegründet, weil ich keine andere Wahl
00:21:29: hatte.
00:21:30: So gut.
00:21:30: Und heute stehst du hier, wo bist du mit sieben Mitarbeitern?
00:21:33: Unter anderem Flagships oder zumindest so eine Restore, die man in Zukunft auch probieren
00:21:39: kann.
00:21:39: Genau.
00:21:40: Wer ist denn heute Janik Zamponi?
00:21:43: Ich würde sagen, ich bin immer noch der kleine Burenbub, den ich damals mal gesehen habe.
00:21:50: Ich würde mich immer noch als sehr bodenständig bezeichnen ... Ich habe aber einen sehr aufsgreifenden Geschäftssinn mit der Wiele.
00:21:59: Und ich sage immer noch, meine beste Waffe ist, dass sie nach wie vor von allen unterschätzt wird.
00:22:06: Aber das ist etwas Gutes.
00:22:07: Das ist sehr gut!
00:22:08: Erwartet nie etwas von mir und dann ist es viel einfacher zu bezügen.
00:22:12: Das sind immer noch so meine Geheimwaffen.
00:22:15: Ich werde auch viel jünger meistens eingeschätzt als ich bin – das ist das Gefühl dieser Bub hat doch keine Ahnung.
00:22:21: Ja, ich bin vierzig.
00:22:22: So einen kleinen Bub bin ich nicht.
00:22:24: Ich habe mittlerweile doch schon etwa zwanzig Jahre gearbeitet oder mehr.
00:22:27: Ich hatte eine oder andere Berufserfahrung mittlerweile.
00:22:32: Du hast ja auch ganz ein toller Mann an deiner Seite.
00:22:35: Du bist total in Laf, oder?
00:22:37: Jetzt ist es um den Jahr.
00:22:39: Ja, das ist richtig.
00:22:41: Wo lernst du dich gerne?
00:22:42: Du bist mit dem Model zusammen aus ... Aus Portugal.
00:22:45: Genau,
00:22:45: aus Portugal.
00:22:46: Er hat in der Schweiz für zwei Jahre gearbeitet und dann haben wir uns in Zürich kennengelernt.
00:22:55: Und es ist auch ... Er hatte hier zumal zehn Minuten von mir zu Hause eigentlich
00:23:00: gewohnt.
00:23:00: Wir hatten trotzdem müssen auf die Aiding-App gehen,
00:23:04: um uns zu treffen?
00:23:06: Ja, das ist richtig.
00:23:09: Dann ging es relativ schnell.
00:23:10: Er wohnte schon nach einem Monat bei mir.
00:23:15: Was hat er mit dir gemacht?
00:23:18: Ich glaube, wir waren beide ein bisschen blitzverliebt.
00:23:20: Und ich habe einfach gefunden, dass durch meine Erfahrungen in meiner letzten Beziehung, wo ich zwar eine schöne siebenjährige Bezieh war, aber nie zusammen gewohnt haben und wir beide am Schluss gefunden haben ... Wir wären nie zusammengewohnen!
00:23:34: Das hat nie geklappt.
00:23:35: Ich habe in dieser Beziehungsbeziehung gefunden.
00:23:37: Ich versuche es von Anfang an, ob wir zusammen wohnen.
00:23:42: weil ich nicht mehr Beziehung habe über die Distanz, wo jeder seine eigene Wohnung hat.
00:23:47: Ich finde das schön auch wenn ich viel unterwegs bin und viel am Reisen bin, dass wir zusammen schlafen können.
00:23:58: Das ist mir wichtig, dass es zusammen ins Bett geht und aufsteht.
00:24:03: Wir stehen nicht zusammen, aber dass man im gleichen Bett ist so oft wie man kann, find ich etwas Schönes.
00:24:10: Und woher führt das noch?
00:24:12: Das werden wir sehen.
00:24:13: Du hast schon alles gemacht.
00:24:15: Was für dich ist ein Thema, also etwas klassischer?
00:24:19: Ich glaube es ist nicht ein Thema.
00:24:22: Aber ich glaube es war sehr früh.
00:24:24: Dazu muss man auch sagen, dass du mit Schatz doch ein paar Jahre jünger bist und dass es für ihn die erste richtige Beziehung ist.
00:24:36: Also, da muss man ihm schon ein bisschen Zeit lassen.
00:24:40: Und ich möchte mir jetzt auch nicht so ... Ich möchte sicher sein und eben ... Es darf sein, es muss nicht sein.
00:24:49: Es steht noch wie alles offen.
00:24:51: Und zu Kindern können Sie das vorstellen?
00:24:55: Kann ich mir vorstellen, ich habe keine Zeit dafür.
00:24:59: Ich müsste ein paar noch
00:25:00: haben, die
00:25:02: das übernehmen.
00:25:06: Können wir machen, wenn wir wissen, ob es noch eine Weiterbildung gibt oder ein Studium auf seiner Seite?
00:25:12: Ich glaube, diese Sache muss jetzt mehr im Vordergrund schauen.
00:25:19: Was will er für die Zukunft machen?
00:25:21: und wenn das geregelt ist, können wir die anderen Sachen... Aber
00:25:24: du schliessst nicht per se aus!
00:25:25: Weisst du, was ich mittlerweile ausschliessen
00:25:27: will?
00:25:27: Ich schliesse nicht per sé aus.
00:25:29: Nein, was sie ausschließlich ist ... Wenn ich das eigene Kind habe, gibt es eine Adoption.
00:25:39: Was ist der grosse Träum mit deinem Label?
00:25:44: Wenn ich auf zehn Jahre aussehe, möchte ich schon ein internationales Bekannts-Label sein, in dem jeder weiss, wer was mehr so blanch ist und wie es gegründet wurde ... Ich möchte auch hier in der Schweiz bleiben.
00:25:58: Ich möchte wirklich im Ausland und der Schweiz bewiesen, dass man mit Sitz international etwas bewirken kann.
00:26:10: Dass man nicht auf Paris oder Berlin gehen muss – London, New York ... zum Schweizerlabel-Erfolg.
00:26:19: Von diesen haben wir bereits, es gibt Schweizerlabels, die im Ausland sehr erfolgreich sind.
00:26:25: Auf diese bin ich mega stolz und auf diese schaue ich auch wirklich erfürchtig hin, weil es am Business unheimlich schwierig ist.
00:26:33: Es macht es nicht einfacher in Paris zu sitzen.
00:26:38: Aber ich möchte so wie der ... Ah, wie soll ich sagen?
00:26:41: Der erste Neue sei, was wir in der Schweiz arbeiten.
00:26:45: Wir haben noch ein oder zwei Labels auch hier in der Schweizer Welt.
00:26:50: Ich würde sagen, sie sind auch international bekannt.
00:26:53: Aber in den letzten zehn Jahren
00:26:55: hat es
00:26:56: nichts mehr gegeben hier in die Schweiz, wo man sagen kann, das ist international superbekannt!
00:27:01: Das möchte ich sein.
00:27:02: Ja,
00:27:02: das ist schön.
00:27:02: Ich finde es wunderbar!
00:27:04: Das wird passieren und ich bin überzeugt, wenn ich dir zu erinnere.
00:27:07: Wenn ich sehe, was du machst ... Ich habe ganz viel Glück.
00:27:09: Danke vielmals für's Tag.
00:27:11: Ich bin sicher, dass wir das mit dir bevieren dürfen.
00:27:14: Dann würde ich vielleicht
00:27:16: ein bisschen weisen hier.
00:27:17: In zehn
00:27:17: Jahren?
00:27:19: Und ja, schauen Sie mal vorbei.
00:27:21: Eine echt lässige Sache, die Janik machen tut.
00:27:24: Sonst sehen wir uns sowieso wieder da bei mir in den Stuben bis bald.
00:27:28: Tschüss zusammen.
Neuer Kommentar